Rahmenkredit und Lotteriefonds-Gesuch für das Theater Kanton Zürich vorgelegt

08.06.2017 - Medienmitteilung

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Der Regierungsrat stärkt das Theater Kanton Zürich und legt dem Kantonsrat zwei Anträge vor: den Rahmenkredit für die nächsten sechs Spielzeiten von 13,8 Millionen Franken sowie das Gesuch um einen Lotteriefonds-Beitrag für den Ausbau der Infrastruktur und Bühnentechnik von 900'000 Franken.

Das Theater Kanton Zürich (TZ) ist eine einzigartige Theaterinstitution: konzipiert als Wanderbühne, die mit qualitativ hochstehenden Theateraufführungen durch den ganzen Kanton Zürich tourt, geht dieses Theater zum Publikum. Und nicht umgekehrt. Für ein paar Stunden verwandelt das TZ mit seinen mobilen Kulissen jeden Gemeindehausplatz und jede Mehrzweckhalle eines Schulhauses in ein Theater. Die Gelegenheit, qualitativ hochstehendes Theater gleich um die Ecke zu sehen, beschert dem TZ ein treues Publikum. Rund sieben Inszenierungen erarbeitet das Ensemble jährlich, diese werden im ganzen Kantonsgebiet über 120mal aufgeführt. Inszeniert wird zeitgenössisches, anregendes und immer auch unterhaltsames Volkstheater. Teil des Repertoires ist jedes Jahr auch eine Produktion, die sich explizit an Kinder oder Jugendliche richtet. Trägerin ist die 1971 gegründete Genossenschaft, die aktuell über 90 Gemeinden zu ihren aktiven Genossenschaftern zählt. Standort für die Probebühnen und Werkstätten ist das Industrieareal Winterthur Grüze, an gleicher Stelle ist auch der Theatersaal, der die zahlreichen Heimspiele beherbergt.

Betriebsbeitrag für die nächsten sechs Spielzeiten

In seinem Antrag würdigt der Regierungsrat die künstlerische Arbeit des Theater Kanton Zürich und sein Engagement für die kulturelle Grundversorgung im ganzen Kanton. Der Regierungsrat beantragt, den jährlichen Subventionsbeitrag an das Theater neu auf 2,3 Millionen Franken festzulegen. Die Erhöhung um 300'000 Franken ermöglicht es dem Theater, die Netzwerkarbeit mit den Gemeinden zu vertiefen und die Kooperationen mit den Schulen gezielt voranzutreiben. Weiter will das Theater auch den in den letzten sechs Jahren entstandenen Nachholbedarf im Bereich der Lohnstruktur kompensieren. Diese Anpassungen sichern das künstlerische Angebot des Theaters langfristig und stärken seine Verankerung in der Kulturlandschaft des Kantons.

Lotteriefonds-Beitrag für den Ausbau von Infrastruktur und Bühnentechnik

Durch die Tourneetätigkeit des Theaters ist das technische Material einem höheren Verschleiss ausgesetzt als bei einem stationären Betrieb. Um den heutigen Standards auf und hinter der Bühne zu entsprechen, müssen einzelne Teile der Infrastruktur und zentrale Bereiche der Bühnentechnik erneuert oder ersetzt werden. Zu den wichtigsten Massnahmen zählen zum Beispiel die Erneuerung der Lichtinstallationen, die für einen reibungslosen Ablauf bei Freilichtaufführungen feuchtigkeitsunempfindlich sein müssen, der Ersatz der Theaterbestuhlung oder die Neuanschaffung ausgewählter Maschinen für die theatereigene Werkstatt. Sämtliche Massnahmen zielen darauf ab, die Qualität des Dargebotenen zu erhalten, den Komfort für das Publikum zu erhöhen sowie ein ausgewogenes Ressourcenmanagement sicherzustellen.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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